In einer internen Studie wurde der Status-Quo der mobilen Suchmaschinenoptimierung großer Brands in Deutschland analysiert. Die Untersuchung zeigt, dass bei vielen Firmen großes Mobile SEO Optimierungspotential brach liegt.
Hohe Markenbekanntheit der betrachteten Unternehmen
In der Untersuchung wurden 38 führende Brands aus 14 unterschiedlichen Branchen betrachtet. Für jede Unternehmenswebseite wurden besonders leistungsstarke Keywords identifiziert und als Referenz in der Untersuchung eingesetzt. Allein diese 38 Referenz-Keywords generieren ein mobiles Suchaufkommen von einer halben Million Anfragen pro Monat in Deutschland.
Mobile Webseiten über Google kaum zu finden
Obwohl alle betrachteten Unternehmen mobile Webseiten besitzen, werden nur die Wenigsten über die Google-Suche gefunden. In der Regel gelangt der Nutzer nach einem Klick in die Google-Suchergebnisse auf eine für Desktop-Computer optimierte Landing-Page, anstatt auf eine mobil-optimierte Version weitergeleitet zu werden. Fehlende Mobiloptimierung führt dazu, dass Webseiten und deren Inhalte auf mobilen Endgeräten falsch oder gar nicht dargestellt werden und interessierte Internet-Nutzer nicht die Informationen finden, die sie suchen. Insgesamt lassen 95 Prozent der untersuchten Brands das Potential des conversionstarken mobilen Suchmaschinen-Traffics ungenutzt.
Abbildung 1 fasst das Weiterleitungsverhalten der untersuchten Unternehmens-Webseiten grafisch zusammen.
Halbherzige Mobile SEO frustriert User
Nichtsdestotrotz haben einige Unternehmen die Wichtigkeit mobiler Suchmaschinenoptimierung bereits erkannt, setzen sie aber nur halbherzig um. Beispielsweise wetter.com: Sucht man auf dem Handy via Google nach „Wetter Berlin“ gelangt man nach dem Klick in die Google-Suchergebnisse zunächst auf die Startseite von mobile.wetter.com. Hier muss man seine Suchanfrage erneut eingeben, den genauen Ort auswählen und gelangt danach erst zur gewünschten Information (Abbildung 2). Suchen die an einem Desktop-PC in zwei Schritten zum gewünschten Ergebnis führen, benötigen auf dem Mobiltelefon fünf. Ein unnötiger Mehraufwand, der die Nutzer frustriert und im schlimmsten Fall auf das Angebot eines Konkurrenten ausweichen lässt.
Neben der verschlechterten User Experience hat das oben beschriebene Vorgehen negative Auswirkungen auf die Auffindbarkeit der entsprechenden Webseiten. Eine alleinige Weiterleitung auf die mobile Startseite, stellt einen Verstoß gegen die Google Guidelines dar und kann für die entsprechende Webseite zu einer Abstufung im Ranking führen.
Vorbildlich: Amazon.de
Ein Vorbild im Bereich der mobilen Suchmaschinenoptimierung ist Amazon.de. Der eCommerce-Gigant stellt Smartphone Nutzern sein komplettes Sortiment auch mobil-optimiert zur Verfügung und zeigt mobilen Kunden stets die passende Version ihrer Webseite an.
Neben Amazon kann nur der Hotelpreisvergleich trivago.de eine gute mobile Suchmaschinenoptimierung aufweisen. Den anderen 36 betrachteten Brands geht der conversionstarke Suchtraffic verloren. Oft wird der so verschwendete Traffic an anderer Stelle, z.B. über Mobile Display-Kampagnen, wieder teuer erkauft.
Weitere Details und Ergebnisse der Studie auf Anfrage bei:
Alexander Dragon
Leiter Redaktion und Media
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