Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Vermarktung mobiler Webseiten im Vergleich zu nicht mobilen Seiten. Was sind die Unterschiede und weshalb gibt es diese überhaupt, welche Arten von Anzeigen gibt es und welche eignen sich für mobile Seiten, wozu benötigt man Landingpages und wie ist die Preissituation – auf diese Fragen werde ich im folgenden Beitrag näher eingehen.
Die Möglichkeiten der Vermarktung einer Webseite sind sehr vielfältig. Es gibt die beliebten Banner im Head-Bereich der Seite, Skyscraper neben dem eigentlichen Inhalt, “intelligente” Textanzeigen wie Google AdSense oder den eBay Relevance Ad, herkömmliche Textanzeigen, Popups, lästige LayerAds, die sich über den eigentlichen Inhalt schieben und einige mehr. Daneben gibt es noch Links zu Partnern und die gekauften Links im Footer um besser bei den großen Suchmaschinen gelistet zu werden.
Bei mobilen Portalen fallen viele dieser Werbemöglichkeiten von vornherein weg. Ein Skyscraper neben dem eigentlichen Inhalt würde bei einem Gerät mit 240 Pixeln Display-Breite wenig Sinn machen und ausserdem zu unschönen vertikalen Scrollbars führen. Popups fallen bei fast allen Geräten weg, da es keine Fenster gibt. Da viele Geräte kein Javascript interpretieren können, fallen AdSense und co. sowie LayerAds ebenfalls weg. Was bleibt sind Textanzeigen und Banner, die ursprünglichen Werbeformen aus dem Web. Und da der Platz auf mobilen Seiten begrenzt ist, sind diese auch absolut ausreichend.
Auf einer Webseite kann man durchaus mehrere Arten von Werbung kombinieren. Ein Banner über dem Inhalt, eins daneben, thematische relevante Textanzeigen in Artikeln und so weiter. Auf mobilen Geräten ist jedoch der Platz begrenzt und die Seite muss auf die wichtigsten Teile reduziert werden, selbiges gilt für die Werbung. Von daher bietet es sich an, ein Banner zum Beispiel über dem eigentlichen Inhalt zu positionieren und eventuell ein oder zwei Textlinks im Inhalt oder Footer einzufügen.
Aufgrund dieser Faktoren ist die Werbung auf mobilen Portalen teurer, sowohl bei TKP als auch bei CPC und CPL Kampagnen. Wenn statt dreißig Links nur noch zwei bis drei möglich sind, steigt eben der Preis. Es gibt zwar auch schon den ein oder anderen Discounter in der Branche, jedoch ist dort die Qualität nicht wirklich hoch und sie werden hauptsächlich von kleineren Seiten benutzt, oder um überschüssigen Traffic doch noch gewinnbringend an den Mann zu bringen. Die Qualität des Traffics spielt bei der Preisgestaltung mobiler Werbung ebenfalls eine große Rolle. Die Zielgruppe lässt sich präziser als im Web bestimmen und ist meist sehr potent. Die Konversionsrate ist ebenfalls höher, da der mobile Nutzer meist nur auf Links klickt, die ihn wirklich ansprechen. Relevante mobile Werbung lohnt sich also definitiv, auch wenn es auf den ersten Blick teurer erscheinen mag!
Ein weiteres Problem der mobilen Werbung ist, dass einige mögliche Werbekunden selbst gar keine mobile Webseite haben. Und was bringt ein Link zu einer Partnerseite, die möglicherweise gar nicht auf dem Endgerät dargestellt werden kann… nichts! Hier kommen mobile Landingpages ins Spiel. Eine Landingpage ist eine mobile Seite, auf die der Benutzer nach einem Banner-Klick kommt. Üblicherweise gibt es auf dieser Seite das Logo des Kunden und/oder ein Photo des Produktes, eine Beschreibung und ein Formular und/oder eine Telefonnummer oder andere Kontaktmöglichkeiten. So muss der Werbepartner keine eigene mobile Seite betreiben und bekommt trotzdem die Möglichkeit, auf mobilen Portalen zu werben.




Hallo & Dankeschön für deine Zusammenfassung der Möglichkeiten mobiler Werbung. Ein paar Ergänzung habe ich dazu. Google Adsense gibt es auch für mobile Webseiten. Diese können u.a. mit PHP eingebunden werden. Leider sind die Anzeigen bisher wenig relevant. Liegt sicher daran, dass bisher zu wenige mobile Adwords gebucht werden.
Für interessant halte ich noch die Möglichkeiten, die Pay Per Call bietet. Hier ist dürfte das mobile Netz in den kommenden Jahren seine Stärke ausspielen.
Schöne Grüße
Frank