Mobiles Suchvolumen wächst um 400 % – Mobiler Werbemarkt boomt

17. März 2010 von Alex Dragon

Google veröffentlicht bemerkenswerte Zahlen hinsichtlich der Nutzung seiner mobilen Suche. Suchmaschinen-Marktführer Google setzt im großem Stil auf das mobile Web. Alle Web-Anwendungen sollen auch für mobile Endgeräte optimiert werden. Hier hat man bereits beachtliche Fortschritte erzielen können. Insgesamt nutzen aktuell beispielsweise bereits 50 Millionen Nutzer Google Maps auf mobilen Endgeräten.

Wachstum des Marktes für die mobile Suche

Vic Gundotra von Googles Mobilsparte wurde zur Nutzung von Googles mobiler Suche konkreter: In den letzten zwei Jahren sei das Suchvolumen, was ausschließlich über mobile Geräte abgewickelt worden ist, um den Faktor 5 angestiegen. Solch ein enormes Wachstum verdeutlicht erneut das Potential dieser Branche.

Neues Nutzerverhalten

Gundotra erwähnt weiter, dass die mobile Suche nicht die herkömmliche Websuche ersetzen würde. Viel mehr ist ein völlig neues Benutzerverhalten zu beobachten: Wenn in den USA beispielsweise zur Mittagspause die Online-Nutzung der Suchmaschine leicht nachlässt, so steigt die mobile Nutzung der Suche an. Dies ist insofern interessant, als dass Google mit der zunehmenden Nutzung der mobilen Suche auch den Einzug in freizeitorientierte Lebensbereiche seiner Nutzer hält.

Werbung in Smartphone-Apps

Auch zur Nutzung von Apps auf Smartphones wurden von Gundotra konkrete Angaben gemacht: So verbringt ein gutes Viertel aller iPhone- und Android-Nutzer 2 Stunden täglich mit der Nutzung von Apps. Insbesondere für mobile Werbung skizziert diese Entwicklung das enorme Potenzial. Google hat bereits viel Zeit und Geld in die Entwicklung des eigenen Unternehmens in Richtung Mobile investiert, die Mühen scheinen sich jedoch langfristig auszuzahlen. Aktuell experimentiere man mit einem Werbeplatzierungs-System, welches die Werbung in Apps ermöglicht. Erste Versuche finden zur Zeit mit bekannten Apps wie “Urbanspoon” und “Shazam” statt.

Steigende Relevanz mobiler Werbung

Im Hause Google erwartet man, dass der Wert mobiler Werbeplätze den der Online-Werbeplätze erreichen, möglicherweise sogar übersteigen wird. Insbesondere durch die starke Verbreitung von Smartphones habe sich der Preis pro Klick für mobile Werbung bereits sehr positiv entwickelt. Auch die Lokalisierungs-Funktionen eines Smartphones bieten für Werbetreibende einen entscheidenden Mehrwert, da Zielgruppen anhand von Geo-Targeting genauer angesprochen werden können. Berücksichtigt man die Entwicklung der mobilen und der online Suchanfragen, so ist eine Verschiebung der Marktanteile zugunsten der mobilen Suche abzusehen.

Anhaltendes Wachstum erwartet

ComScore geht davon aus, dass bereits 2013 die mobile Suche als dominante Größe den mobilen Werbemarkt beherrschen wird und liefert konkrete Kalkulationen dazu: mit einem Anteil von 73 % an der mobilen Werbung soll die mobile Suche 3,1 Milliarden US-Dollar generieren – nur in den USA.

Quellen: PcWorld, GFM-Nachrichten

Alexander Dragon ist Leiter New Business bei gjuce und beschäftigt sich leidenschaftlich mit allen Bereichen rund um das Thema Mobile.

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6 Antworten zu “Mobiles Suchvolumen wächst um 400 % – Mobiler Werbemarkt boomt”

  1. Philipp sagt:

    Wirklich ein sehr interessanter Bericht. Stelle aber auch fest, dass immer mehr User über Smartphones auf meine Seiten kommen. Bin gespannt wie es in den nächsten Jahren weiter geht und ob sich das mit dem Ipad noch stärker forsetzt.

  2. Pressefuchs sagt:

    Nun ich denke das iphone hat eine menge zum mobilen Suchmaschinenmarkt hinzugefügt… Unglaublich was Apple mit dem iphone geleistet hat!

  3. Schon ordentliche Zahlen die da von Google kommen. Bin mal gespannt wie sich die ganze Geschichte in den nächsten Jahren entwickeln wird.

  4. Ok, auf der einen Seite ist das echt erschreckend. Man muss ja eigentlich seinen Webseiten mitlerweile auf den mobilen zugriff strukturieren, ROLLDIEAUGEN

  5. Wandtattoo Mobil sagt:

    Mann muss sich langsam Gedanken machen ob man seine Homepage anpassen soll um es nachher nicht zu bereuen, dass man den Trend vepasst hat.

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