Der Start von Google Buzz vergangene Woche Dienstag sorgte in den darauf folgenden Tagen für enormes Feedback und zahlreiche Diskussionen. Insbesondere von Early-Adoptern wurde der Mikroblogging-Dienst von Google sehr gut angenommen, während Datenschützer laut aufgeschrien haben. Mobile-seo.de berichtete bereits über Google Buzz.
Anpassungen
Nach der überwältigenden negativen Resonanz einer Vielzahl von Internetnutzern rudert Google gezwungenermaßen wieder zurück. Insbesondere das automatische Hinzufügen von „Freunden“, welche aus E-Mail-Kontakten generiert wurden, stieß auf großen Unmut in der Internetwelt. So wurden berufliche Kontakte oder Personen, mit denen man seit geraumer Zeit keinen Kontakt mehr hatte, plötzlich zu Freunden, welche über die persönlichen Nachrichten informiert werden sollten. Spiegel Online betitelt den Start von Google Buzz als „Desaster“.
Privatsphäre
Sucht man nach „Buzzes“ in der Nähe, erscheinen Nachrichten und sogar Bilder von wildfremden Menschen. Komplett mit Name, Adresse, Bild der Person. Das kann so nicht gewollt sein und ist aktuell nur bei der mobilen Version von Google Buzz möglich. Nach und nach sollen die Einstellungen nun transparenter werden. Drei Updates hat es bereits schon gegeben. Des Weiteren ist die Funktion, Buzz abzuschalten nun viel einfacher zu finden: im Fenster von Google Mail ganz unten findet sich neben „Google Mail-Ansicht: Standard“, „Chat beenden“, „ältere Version“, „Einfaches HTML“ und „Weitere Informationen“ der Menüpunkt „Buzz deaktivieren“.
Geteiltes Feedback
Dennoch hat Buzz aus der Internetgemeinde auch viel positives Feedback erhalten. Viele Nachrichtendienste und Blogs loben die Innovativität Googles. Das Vorgehen, zunächst Funktionen anzubieten und diese nach dem ersten öffentlichen „Beta-Test“ der Kritik der Nutzer anzupassen, hat man bereits mehrfach beim Social Networking Vorbild Facebook gesehen. Auch im eigenen Hause vermag man, den Start von Buzz durchaus positiv zu sehen: nach zwei Tagen wurden nach eigenen Angaben bereits über 9 Millionen Nachrichten und Kommentare veröffentlicht. Auch die mobile Version verzeichnete eine ähnlich positive Akzeptanz: pro Minute werden 200 Beiträge von Smartphones verfasst.



