Googlebot Mobile für Smartphones

19. Dezember 2011 von Alex Dragon

 

Mobile SEO-Paukenschlag
Google hat kürzlich die Einführung eines weiteren Googlebot Mobile speziell für Smartphones angekündigt, der mobile Websites mit einem iPhone-User-Agent crawlt. Damit trägt Google der hohen Verbreitung von Smartphones Rechnung und unternimmt einen riesen Schritt in Richtung eines speziellen Mobile Rankings, bei dem Smartphone-Nutzern mobil optimierte Websites auf besondere Weise dargestellt werden.

Was ist passiert?
Der neue Crawler identifiziert mobil optimierte Websites, deren Darstellung auf moderne Smartphones ausgerichtet ist, etwa das iPhone oder die Vielzahl von Android-Geräten.

Zukünftig erkennt der Nutzer so schon in den SERPs, ob er auf eine für Smartphones optimierte Seite gelangt. Der Smartphone-Bot überprüft dazu, ob eine Weiterleitung von der Desktop-Version einer URL auf eine Mobile-Version stattfindet. In diesem Fall wird in den Suchergebnissen sofort die mobile URL angezeigt.

Auch im deutschen Index konnten wir bereits SERPs mit Mobile-URLs beobachten, allerdings noch nicht bei allen Domains, welche die notwendigen Kriterien erfüllen.

 

Mobile SERP in the wild

Warum machen die das?
Durch die Anpassung der Ziel-URL in den SERPs gelangt der Nutzer nach dem Klick direkt auf die mobile Version des Suchergebnisses. Damit entfällt der Redirect von der Desktop-URL auf die Mobile-URL und die notwendige zusätzliche Serveranfrage. Dies beschleunigt den Seitenaufruf insbesondere in mobilen Datennetzten, in denen der Verbindungsaufbau zum Server deutlich langsamer von Statten geht als im stationären Internet. Google spricht von einer Zeitersparnis von 0,5-1 Sekunde.

Was bedeutet die Änderung für Webmaster?
Smartphone-Nutzer werden in Suchergebnisse künftig eindeutig erkennen, über welche Treffer sie auf eine mobil optimierte Website gelangen. Es ist zu erwarten, dass diese Treffer präferiert geklickt werden.

Somit werden die neuen mobile SERPs in erster Linie eine Veränderung im Klickverhalten der User mit sich bringen. Davon profitieren Website-Betreiber, die eine mobile Version ihrer Inhalte auf einer als mobil zu erkennenden Subdomain (mobi., m., wap., etc.) anbieten.

Anbieter mobil optimierter Inhalte sollten jedoch darauf achten, die Webmaster Guidelines von Google zu befolgen. Insbesondere darf mit Spannung beobachtet werden, wie Google zukünftig mit Verstößen gegen die Vorgaben für Redirects mobiler Geräte umgehen wird.

Google rät z.B. dringend davon ab, von Detailseiten der Desktop-Version auf die Startseiten des Mobilportals weiterzuleiten. Denn dies führt dazu, dass bei solchen Websites in den mobilen SERPs für alle Suchbegriffe  dieselbe Ziel-URL erscheint.

What’s next?
Die aktuellen Neuerungen bedeuten den ersten Schritt hin zu eigenen mobilen SERPs. Bedeutet dies derzeit nur eine andere Darstellung in Bezug auf die Ziel-URLs, wird Google Smartphones künftig mit eigenen Rankings bedienen, in denen mobil-optimierte Websites weiter vorne platziert werden.

Folgt Google seinem Credo, jedem Nutzer die bestmöglichen Inhalte für seine Suche und den jeweiligen Kontext bieten zu wollen, ist dies zumindest der nächste logische Schritt.

Wie groß ist das mobile Suchvolumen?

26. August 2011 von Markus Neumann

Diese Frage beschäftigt die ganze Mobilbranche. Bei Google hält man sich größtenteils bedeckt. Eine Präsentation des Suchmaschinengiganten gibt erstmals genauere Auskünfte über Anteil und Wachstum der mobilen Suche in den USA.

In Bezug auf die Anzahl aller durchgeführten Suchen verzeichnet Google einen Anstieg der mobilen Suchen um das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Der absolute Anteil mobiler Suchen und der Status Quo außerhalb der USA liegt weiter im Dunkeln.

Wachstum mobile Suchvolumen USA

Etwas konkretere Zahlen gibt es unter anderem für den Bereich „Finance and Insurance“. Hier machen Mobilgeräte, nach Googles Angaben, 15,4% aller Suchanfragen aus.
Warum gerade der Finanzsektor hervorgehoben wird, ist wahrscheinlich auf die Volatilität und Dringlichkeit ebensolcher Inhalte zurückzuführen: Wer auf Wirtschafts- und vor allem Börsendaten angewiesen ist, benötigt sie zumeist sofort – sonst drohen Verluste. Damit erhalten Keywords aus dem Finanzbereich eine besonders hohe mobile Relevanz.

Anteil Finance an mobiler Suche

Der starke lokale Bezug mobiler Suchen wird besonders bei Restaurants deutlich: Fast 30% aller Suchanfragen in diesem Ressort gehen von Smartphone-Nutzern aus.

Das komplette Webinar sowie die komplette Präsentation finden Interessierte hier.

1. SEO-Day in Köln

11. Juli 2011 von Alex Dragon

Anmeldungen ab heute möglich

Am 27. Oktober 2011 startet der erste SEO-Day in Köln. Für die Fachkonferenz zum Thema Suchmaschinenoptimierung konnten die Veranstalter Christian Weis und Fabian Rosbacher ein hochkarätiges Rednerfeld aus 18 Top-SEO’s gewinnen. Der Event findet in der Business Lounge des Kölner RheinEnergie-Stadions statt. Anmeldungen sind ab heute möglich.

Sprechen werden Gastredner wie die erfahrenen SEO-Experten Stefan Fischerländer, Marcus Tandler,  Niels Dörje oder Evert Veldhuijzen. Außerdem wird Pelle Boese, Geschäftsführer von gjuce einen Vortrag zum Thema Mobile-SEO halten. „Wir haben an diesem Tag die besten SEO’s Deutschlands an einem Ort versammelt“, sagt Veranstalter Fabian Rossbacher nicht ohne Stolz. Der 28-Jährige ist selbst Experte auf dem Gebiet der Suchmaschinenoptimierung und hat zusammen mit dem business-on.de-Gründer Christian Weis den SEO-Day ins Leben gerufen.

Natürlich geht es um die Trends, Tricks und Tools in Sachen SEO, es geht aber auch um Kontakte und Netzwerke. Und nicht zuletzt auch um Essen, Trinken, Party machen. Das Kartenkontingent ist begrenzt, „erfahrungsgemäß sind solche hochkarätigen Veranstaltungen schnell ausverkauft“, weiß Mitveranstalter Christian Weis.

Tickets und Infos zum SEO-Day gibt es ab sofort unter http://www.seo-day.de/tickets/

Update bei Googles Mobile Interface

15. Juni 2011 von Alex Dragon

Shortcut-Icons stärken lokale Suchen

Google hat sein Mobile Interface mit Verknüpfungen zu lokalen Kategorien in Form von Icons erweitert: Am unteren Rand der mobilen Google-Seite finden sich nun drei Shortcut-Symbole zu  „Restaurants“, „Cafés“ und „Bars“. Über den Button „Mehr“ erhält der Nutzer 6 weitere Kategorie-Buttons mit Shortcuts zu „Geldautomaten“, „Tankstellen“ oder „Museen“ zur Auswahl.

Klickt der Nutzer auf einen Button, wird ihm eine Karte mit Kategorie-Ergebnissen rund um seinen aktuellen Standort präsentiert. Die Ergebnisse werden mit den bekannten roten Places-Nadeln, der eigene Standort mit einem blauen Punkt markiert. Unter der Karte folgt die Ergebnisliste samt Kurzübersicht der Places-Einträge mit Adresse, durchschnittlicher Nutzerbewertung und Telefonnummer. Scrollt der Nutzer abwärts durch die Ergebnis-Liste, werden auf der Karte jeweils der Standort des Ergebnisses sowie ein Thumbnail angezeigt.

Impuls für diese Neuerung war laut Google, dass man einen Anstieg der mobilen Suchen nach lokalen Inhalten verzeichnet hatte. Mit dieser Stärkung der lokalen Suche dringt Google mobil noch stärker in das Territorium der etablierten Verzeichnisdienste wie DasÖrtliche oder Gelbe Seiten ein. Aus Anbieter-Sicht wird die Places-Optimierung zukünftig ein immens wichtiger Bestandteil von Mobile SEO.

Weiteres neues Mobile Feature: Google hat die Auto-Suggest überarbeitet. Sucht ein Nutzer nach einer längeren Phrase, erscheinen nicht nur wie gewohnt die automatischen Erweiterungen unter dem Suchschlitz: Hinter jeder angebotenen Phrase findet sich nun ein „+“-Button, mit dem der Nutzer die Phrase in den Suchschlitz übernehmen kann. Alle Infos und kurze Tutorials finden sich auf dem Google Mobile Blog.

Mobile Web ist vielen Amerikanern wichtiger als Bier

26. Mai 2011 von Markus Neumann

Suche ist wichtigster Use Case der Smartphone-Nutzung

43 % Prozent der Amerikaner würden lieber einen Monat lang auf Bier verzichten, als auf die Internetnutzung mit ihrem Smartphone. Neben dieser, aufgrund der Qualität des amerikanischen Bieres, wenig überraschenden Erkenntnis, liefert eine im April 2011 veröffentlichten Studie von Google und Ipsos OTX MediaCT  interessante Zahlen zur alltäglichen Smartphone-Nutzung und der mobilen Suche in den USA.

Grundlage für die   Studie „The Mobile Movement – Understanding Smartphone Users“  ist eine repräsentative Befragung von 5013 US-Smartphone Nutzern im Alter von 18-64 Jahren.

Mobile Suche im Detail

Neben dem Telefonieren ist das Surfen auf Mobilgeräten die am häufigsten genutzte Funktion von Smartphones. Wird mobil im Web gesurft, dann wird auch meistens gesucht: 77% der Smartphone-Nutzer haben im Betrachtungszeitraum eine Suchmaschine genutzt. Damit sind die mobilen Webseiten der Suchanbieter die am häufigsten besuchten Seiten im mobilen Web.

Gesucht wird am häufigsten nach zeitkritischen und/oder lokal abhängigen Inhalten. Dazu gehören beispielsweise Wetterinfos und aktuelle Busfahrpläne. Laut der Studienergebnisse stehen bei den Befragen unter anderem Nachrichten (57%), Restaurant-Infos (51%), Navigation (51%) und Shopping (47%) ganz oben auf der Liste der beliebtesten mobilen Suchthemen.

Google "The Mobile Movement" Studie

Gründe für Internetsuchen auf dem Handy

Klassische Medien geben Anstoß zur mobilen Suche

Der Impuls mobil zu suchen entsteht meist beim Konsumieren anderer Medien, z.B. vor dem Fernseher oder beim Lesen der Tageszeitung. 68% der Befragten starten eine mobile Suche nachdem sie in traditionellen Medien, wie Fernsehen, Radio, Zeitungen oder Plakatwänden, auf den späteren Suchgegenstand aufmerksam gemacht worden sind. Neben dem medialen Einfluss, geben auch Empfehlungen und anstehende Kaufentscheidungen Anlass zu suchen: 61% fühlen sich durch Empfehlungen von Freunden und Familie zur mobilen Suche animiert und immerhin 44% suchen nach weiterführenden Informationen zu Produkten die sie am POS im Ladengeschäft gesehen haben. Online und Mobile Ads spielen mit 18% bzw. 27% im Vergleich eine eher untergeordnete Rolle als Such-Impulsgeber.

Wie wichtig mobile Suchen für absatzorientierte Unternehmen sind, zeigen die Zahlen zum Verhalten der Konsumenten nachdem sie sich im mobilen Web informiert haben. 9 von 10 Benutzer, haben sich  in Folge der  mobilen Suche  erneut mit den Firmen oder Produkten  beschäftigt und sich z.B. weiter für das Produkt interessiert (67%), einen Shop besucht (68%) oder letztendlich die gesuchten Produkte gekauft (53%).

Wer eine ausführliche Zusammenfassung der Studie lesen und herausfinden möchte auf was Amerikaner für Handy-Internet noch verzichten würden,  der besucht den Google Blog oder lädt eine Zusammenfassung der Studie als PDF hier herunter.

 

NoDoFollow für Firefox 4.x

10. Mai 2011 von Pelle Boese

Nur kurz: Wir haben das NoDoFollow-Addon für Firefox angepasst. Es läuft nun auch auf der 4er Version.

NoDoFollow für Firefox 4.x installieren

Viel Spaß beim Links checken!

Mobile SEO bei großen deutschen Brands oft mangelhaft

29. April 2011 von Markus Neumann

In einer internen Studie wurde der Status-Quo der mobilen Suchmaschinenoptimierung großer Brands in Deutschland analysiert. Die Untersuchung zeigt, dass bei vielen Firmen großes Mobile SEO Optimierungspotential brach liegt.

Hohe Markenbekanntheit der betrachteten Unternehmen

In der Untersuchung wurden 38 führende Brands aus 14 unterschiedlichen Branchen betrachtet. Für jede Unternehmenswebseite wurden besonders leistungsstarke Keywords identifiziert und als Referenz in der Untersuchung eingesetzt. Allein diese 38 Referenz-Keywords generieren ein mobiles Suchaufkommen von einer halben Million Anfragen pro Monat in Deutschland.

Mobile Webseiten über Google kaum zu finden

Obwohl alle betrachteten Unternehmen mobile Webseiten besitzen, werden nur die Wenigsten über die Google-Suche gefunden. In der Regel gelangt der Nutzer nach einem Klick in die Google-Suchergebnisse auf eine für Desktop-Computer optimierte Landing-Page, anstatt auf eine mobil-optimierte Version weitergeleitet zu werden. Fehlende Mobiloptimierung führt dazu, dass Webseiten und deren Inhalte auf mobilen Endgeräten falsch oder gar nicht dargestellt werden und interessierte Internet-Nutzer nicht die Informationen finden, die sie suchen. Insgesamt lassen 95 Prozent der untersuchten Brands das Potential des conversionstarken mobilen Suchmaschinen-Traffics ungenutzt.

Abbildung 1 fasst das Weiterleitungsverhalten der untersuchten Unternehmens-Webseiten grafisch zusammen.

Abbildung 1 - Weiterleitungen der Brand-Webseiten

Halbherzige Mobile SEO frustriert User

Nichtsdestotrotz haben einige Unternehmen die Wichtigkeit mobiler Suchmaschinenoptimierung bereits erkannt, setzen sie aber nur halbherzig um. Beispielsweise wetter.com: Sucht man auf dem  Handy via Google nach „Wetter Berlin“ gelangt man nach dem Klick in die Google-Suchergebnisse zunächst auf die Startseite von mobile.wetter.com. Hier muss man seine Suchanfrage erneut eingeben, den genauen Ort auswählen und gelangt danach erst zur gewünschten Information (Abbildung 2). Suchen die an einem Desktop-PC in zwei Schritten zum gewünschten Ergebnis führen, benötigen auf dem Mobiltelefon fünf. Ein unnötiger Mehraufwand, der die Nutzer frustriert und im schlimmsten Fall auf das Angebot eines Konkurrenten ausweichen lässt.

Mobiler Clickstream bei Suche nach "Wetter Berlin"

Abbildung 2 - Notwendige Schritte bei mobiler Wettersuche

Neben der verschlechterten User Experience hat das oben beschriebene Vorgehen negative Auswirkungen auf die Auffindbarkeit der entsprechenden Webseiten. Eine alleinige Weiterleitung auf die mobile Startseite, stellt einen Verstoß gegen die Google Guidelines dar und kann für die entsprechende Webseite zu einer Abstufung im Ranking führen.

Vorbildlich: Amazon.de

Ein Vorbild im Bereich der mobilen Suchmaschinenoptimierung ist Amazon.de. Der eCommerce-Gigant stellt Smartphone Nutzern sein komplettes Sortiment auch mobil-optimiert zur Verfügung und zeigt mobilen Kunden stets die passende Version ihrer Webseite an.

Neben Amazon kann nur der Hotelpreisvergleich trivago.de eine gute mobile Suchmaschinenoptimierung aufweisen. Den anderen 36 betrachteten Brands geht der conversionstarke Suchtraffic verloren. Oft wird der so verschwendete Traffic an anderer Stelle, z.B. über Mobile Display-Kampagnen, wieder teuer erkauft.

Weitere Details und Ergebnisse der Studie auf Anfrage bei:

Alexander Dragon
Leiter Redaktion und Media
E-Mail: dragon@gjuce.com
Tel.:   +49 (0) 221 – 67 77 42 86 -3
Mobil:  +49 (0) 157 – 71 95 64 47

Studie: Mobile Advertising wirkt

10. Dezember 2010 von Alex Dragon

Mobile Display Werbung ist für Werbetreibende eines der Trend-Themen des Jahres. Sichere  Erkenntnisse über die Wirkung mobiler Werbung waren bislang allerdings eher Mangelware. Die Mobile Advertising Spezialisten von YOC – haben sich dieses Themas nun angenommen und im Rahmen einer Studie das Surfverhalten der Nutzer und die Aufmerksamkeitsstärke mobiler Werbung untersucht. Um die Nähe zur Zielgruppe zu garantieren, wurde die Erhebung im mobilen Internet durchgeführt. Insgesamt nahmen 876 Personen an der Studie teil.

Unter den Nutzern genießt das mobile Internet eine breite Akzeptanz. 88 Prozent gehen mehrmals täglich ins Netz, ebenso viele haben sich schon einmal eine App installiert. 83 Prozent gaben an, mobile Werbung stark wahrzunehmen. Zu positiven Effekten kam es immer dann, wenn der Inhalt einer Anzeige als interessant empfunden, auf das Nutzerverhalten abgestimmt oder mit einem konkreten Mehrwert verbunden war. Als Beispiel für den letzten Fall nennt die YOC Group zum Beispiel eine Reduktion der Handykosten.

Zu den großen Trends im Mobile Advertising gehören Mobile Commerce und Location-basierte Service-Angebote. Weit über die Hälfte, nämlich 57 Prozent, der Studienteilnehmer hat über das Mobiltelefon schon einmal einen Einkauf getätigt. Dazu kommt die steigende Nutzung des mobilen Internets für finanzielle Transaktionen. So sagten 40 Prozent der befragten Nutzer aus, das Smartphone spiele bei Bezahlvorgängen und Bankgeschäften eine wichtige Rolle.

Weitere Ergebnisse der Studie finden sich hier

Google dominiert Suche auf dem iPhone

31. Oktober 2010 von Alex Dragon

Eine neue Studie des US-amerikanischen Online-Werbenetzwerks Chitika belegt Googles Dominanz auf dem iPhone-Markt im Bereich der Web-Suche. Wie das Unternehmen anhand seiner Nutzungsdaten herausfand, laufen 97 Prozent aller Suchanfragen über Google-Produkte. Mit 49 Prozent wird rund die Hälfte davon über die Toolbar des Safari-Browsers initiiert. welche per Werkseinstellung Google als Standardsuchmaschine nutz. Eetwa 42 Prozent entfallen auf die Google-Homepage und für neun Prozent der Suchen wird die Google-App genutzt.

Weit abgeschlagen folgt Yahoo!, dessen Suchmaschine im Untersuchungszeitraum für 2, 3 Prozent aller Anfragen eingesetzt wurde. Microsofts Suchplattform Bing kam lediglich auf ,6 Prozent, die Anteile von Ask und AOL beliefen sich auf 0,2 bzw. 0,02Prozent.

Zudem untersuchte Chitika die Nutzung von Googles Dienst Voice Search. Rund sieben Prozent aller Suchanfragen wurden demnach über die Spracheingabe durchgeführt. Ihren Anfragen legten die Nutzer dabei zum Teil andere Suchmuster zugrunde als manuell eingegebenen Anfragen: Mit drei Mal höherer Wahrscheinlichkeit hatten Spracheingaben einen lokalen oder regionalen Bezug. Eine mögliche Erklärung dafür wäre, dass Voice Search vor allem bei Autofahrten genutzt wird, um schnell an Ortinformationen zu kommen.

Verteilungskämpfe im Mobile Advertising Markt

27. September 2010 von Alex Dragon

Laut den auf Bloomberg Businessweek veröffentlichten Prognosen des US-amerikanischen Marktforschers von IDC werden Google und Apple zum Ende dieses Jahres beim Kampf um die Hoheit über mobile Werbung mit 21 Prozent Marktanteil gleichauf sein. IDC schätzt das Gesamtvolumen des Mobile Advertising Markts in den USA für 2010 auf knapp 500 Millionen US-Dollar.

Google werde sechs Prozent Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr (27 Prozent inklusive AdMob) an den  Konkurrenten aus Cupertino abtreten müssen. Apple hat mit Quatro Wireless zu Beginn des Jahres einen der bis dato größten Player für Werbung auf Smartphones erworben, der in 2009 neun Prozent des Marktes für sich beanspruchen konnte. Mit dieser Akquisition werde Apple sein eigenes Vermarktungsnetzwerk iAd mit immensem Tempo wachsen auf 21 Prozent wachsen lassen, so die Analysten von IDC.

Zu den Verlierern der aktuellen Umverteilung werden neben Microsoft (2010: 7%, 2009: 10%) auch Yahoo! (2010:9%, 2009: -3%) und Nokia (2010:2%, 2009: 5%) zählen. IDC rechnet jedoch nicht damit, dass Google und Apple den gesamten Kuchen unter sich aufteilen werden, sondern dass auch kleinere Netzwerke, wie Jumptap (2010: 13%, 2009: 10%) und Millennial Media (2010:11 %, 2009:2%) eine Rolle spielen werden.

Ähnlich gestaltet sich die Situation aktuell in Deutschland, wo sich neben den etablierten Vermarktern großer Publisher wie G+J EMS (Gruner + Jahr) auch unabhängige Netzwerke wie YOC Mobile Advertising gegen Apple und Google in Stellung bringen.